LETS GET READY Geburtsvorbereitung

Was wissen wir Männer schon über eine Geburt. Ich denke mal soviel, dass die Zeugung angenehmer ist. Geburten werden in Filmen immer als das ultimativ schlimmste und schmerzhafteste dargestellt, dass einem je widerfahren kann. Stimmt das? Und was können wir Männer dazu beitragen, dass sich unsere Partnerin vor und während der Geburt wohl fühlt? Danebenstehen und zuschauen? Wohl kaum. Denn auf die Geburt kann Mann sich vorbereiten.

Als Super Vater wird man nicht geboren

Der Bauch wächst und es schaut irgendwann so aus als ob meine Partnerin einen Fußball verschluckt hätte. Aber als Mann freut man sich ja über alles was rollt. Wenn nicht schon vorher, fangen jetzt die Rückenschmerzen bei ihr an. Und wir Männer können viel tun, um sie zu lindern. 

Männer lieben es – Frauen auch

Mit einer liebevollen Massage zum Beispiel. Oh ja, wir Männer lieben es doch alle – mit den richtigen Handbewegungen durchgeknetet zu werden. Frauen auch. Du musst dafür auch kein Profimasseur sein denn Berührungen helfen einfach gegen alles was weh tut. Am besten und liebevollsten wirkt die Massage, wenn sie von dir kommt. Und das aus zwei Punkten. Erstens lernst du dadurch, mehr über die Schwangerschaft, denn du beschäftigst dich damit, wenn dir deine Partnerin sagt wo es schmerzt. Zweitens stärkte es das Band zwischen euch und du signalisierst ihr, dass sie sich auf dich verlassen und dir vertrauen kann. Außerdem bringt es euch als Paar auch körperlich näher zusammen.

Dieses Gefühl des Vertrauens und des Zusammenhalts ist während der Geburt immens wichtig.

Du musst kein Profimasseur sein.

Die wohl bekannteste Massage, die jetzt sehr entspannend wirkt, ist die Schmetterlingsmassage. Hierbei handelt es sich nicht wirklich um eine Massage sondern eher um leichte Berührungen. Deine Partnerin liegt hierfür auf der Seite und du gleitest mit deinen Fingern, von der Wirbelsäule weg, in einer V-artigen Bewegung nach oben. Du wiederholst diese Bewegung, bis du am Hals angekommen bist. 

Du kannst auch einen Tennisball nutzen. Wenn deine Partnerin auf der Seite liegt kannst du gefühlvoll über ihren Rücken rollen.

Auch einfaches abklopfen hilft sehr gut. Dabei steht der eine aufrecht und der andere klopft mit den Händen über den Rücken bis hinunter zu den Füßen und auf der anderen Seite wieder hoch. Macht die Muskeln wach und kribbelt sehr schön.

Schön ist auch eine Bauchmassage. Mit ihr stärkst du nicht nur das Band zwischen dir uns deiner Partnerin, sondern auch zwischen dir und dem Baby. Denn es boxt und tritt dir entgegen und du kannst mit leichten Bewegungen antworten und mit ihm spielen. Leichte Bewegungen über dem Bauch kann es spüren und wird dir antworten. Ich kann nur sagen, dass die erste Bewegung meiner Tochter zu spüren ein unbeschreibliches Gefühl war.

Es gibt kein richtig oder falsch. Lasst euch einfach darauf ein. Es wird euch sehr gut tun.

Und auch mit Kommunikation bereiten wir uns auf die Geburt vor. Wir reden jetzt sehr viel über unsere Gedanken und auch Ängste. Und auch auch unsere Träume, sagen sehr viel über uns und unsere Gedanken aus.

Auch mit dem Baby reden ist super. Ab dem vierten Monat kann es im Bauch eure Stimmen hören und zuordnen. Ich beispielsweise erzähle eine kleine Geschichte oder wie mein Tag war. Damit baue ich eine Verbindung auf, sodass meine Stimme schon gelernt ist und ich später schneller ein Vertrauter sein kann.

Das ist ganz schön viel

Auch zur Kommunikation gehört es, zu wissen was deine Partnerin jetzt alles auf ihrem Terminkalender stehen hat. Denn das ist ganz schön viel. Angefangen von Frauenarzt über Massagen bis zu Schwangerschaftsyoga. Oft komme ich durcheinander, weil es so viel ist. Aber dann höre ich zu und gehe auch mal mit. Als ich meine Tochter das erste Mal per Ultraschall gesehen hab, war das ein unglaublich schöner Moment. 

Und auch ich bin schwanger. Schwangerschaft ist nämlich nicht nur Frauensache. Als werdender Vater stehe ich nicht nur daneben und schaue zu, sondern nehme aktiv daran teil. Schon jetzt baue ich eine Bindung zum Baby auf. Denn als Super Vater wird man nicht geboren. 

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